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Das Tahiti-Projekt
Seit letzter Woche ist ein neues Buch von Dirk C. Fleck im Handel: “Das Tahiti-Projekt”. 1993 hatte Fleck den Science-Fiction-Roman “GO: Die Ökodiktatur” veröffentlicht. Um das Überleben der Menschheit zu sichern, so dessen Botschaft, bleibe letztlich nur totalitärer Zwang im globalen Maßstab als echte Lösung. Das Tahiti-Projekt stellt nun das Gegenteil dar. Im kleinen Rahmen kommen die Menschen zur Vernunft, jedenfalls auf Tahiti. Die im Jahr 2022 angesiedelte Geschichte dreht sich um den Versuch der Inselrepublik, nachhaltige Reformen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft umzusetzen. Die Menschen sollen im Einklang mit der Natur leben, ohne dieser zu schaden, aber auch ohne in die Steinzeit zurückzufallen. Dass der junge Präsident Omai dafür auf zehn Jahre mit “allen Vollmachten” ausgestattet wurde, soll dabei nur als Schönheitsfleck durchgehen. Viele Einzelheiten der positiven Utopie sind nicht in der Erzählung selbst, sondern im Glossar untergebracht. So zum Beispiel Informationen zum Grundeinkommen oder zur Bodenreform. Leider ist dadurch vieles nicht sehr anschaulich. Trotzdem ist es ein lesenswertes und spannendes Buch. Zum Ende hin eskaliert ein Konflikt mit einem globalen Minenkonzern, der mit Deckung einer intriganten Gruppe innerhalb der US-Regierung im Pazifik schürfen möchte. Ein ausführlicher Bericht zum Buch erschien bereits im Hamburger Abendblatt. Etwas besonderes ist das Buch vor allem auch deshalb, weil es nicht einfach nur ein Buch ist. Im Hintergrund steht die Organisation “Equilibrismus”, die das beschriebene Pilotprojekt tatsächlich angehen möchte. Seit über 10 Jahren arbeitet ihr Vorsitzender Eric Bihl an der Sache und mit dem Roman ist ein wichtiger Schritt geschafft. Gratulation! Wir dürfen auf die Reaktion in Tahiti gespannt sein, sobald die Übersetzung fertig ist.
Tags: Bücher, Equilibrismus, Tahiti-Projekt

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